15. Sep 2022

Studentische Hilfskraft (w/m/d) als Video-Producer:In der politischen (Medien-)Bildung

von Ulrike Bravidor

Für das laufende Projekt kiez:story suchen wir ab dem 01.01.2023 eine Studentische Hilfskraft (50%), die im Rahmen des Modellprojekts gemeinsam mit Jugendlichen Videoserien produziert und uns bei
unseren Social-Media-Aktivitäten unterstützt.

Was machst Du bei uns?

Deine Hauptaufgabe liegt in der Produktion von drei Videoserien (zu jeweils drei Videos) unter Einbezug von Jugendlichen (16-21 Jahre). Bei jeder Videoserie gibt es ein Fokusthema, das wir gemeinsam mit den Jugendlichen festlegen. Das könnte z.B. „Die Spuren des Kolonialismus in Berlin“ oder „Das Erbe der Vertragsarbeiter:innen“ sein, also meistens historische Themen, die wir aber zielgruppengerecht mit den Jugendlichen entwickeln und an aktuellen Geschehnissen und Personen im Kiez veranschaulichen. Bei den Formaten sind wir sehr offen und wünschen uns, dass Du dich bereits in der Konzeption einbringst. Mit welchen Mitteln können wir z.B. ein Interview mit einer
Zeitzeugin für die Zielgruppe spannend machen? Wie regen wir unter den Jugendlichen Diskussionen (on- und offline) durch unsere Videos an? Du arbeitest dabei immer im Team, hast aber in technischen Belangen (Kameraführung, Ton, Licht, Schnitt, Postproduktion) den Hut auf. Sind die Videos produziert, unterstützt Du uns, diese über Social-Media bekannt zu machen (vor allem Instagram, YouTube und vielleicht TikTok). Im Tagesgeschäft hilfst Du uns bei der Vorbereitung und
Dokumentation von Workshops und bei Interesse begleitest Du uns auch mit in Schulen und Jugendtreffs und schnupperst in die politische (Medien-)Bildung rein. Auch bei der Konzeption unserer jährlichen Ausstellung und unseres Fachtages kannst du dich inhaltlich einbringen und packst mit an. Insgesamt bringst du ein bisschen Schwung mit und zeigst uns, wie freshe Kurzvideos im Jahr 2022 funktionieren.

Worum geht’s bei kiez:story?

Bei kiez:story erhalten Jugendliche in schulischen und außerschulischen Workshops die Möglichkeit, sich mit jenen Teilen der deutschen Geschichte zu befassen, die seltener Eingang in die Geschichtsbücher finden: Wie war es, als mein Großvater als junger Mann in den 1960er Jahren als Gastarbeiter nach Berlin kam? Wie war es für meine Mutter, die als Vertragsarbeiterin im Osten der Stadt Deutsch gelernt hat? Welche Spuren gibt es in Berlin? Welche in unserem Kiez? Lasst uns diese Spuren dokumentieren und selbst zu Expert:innen werden! Mit dem Wissen über die Vergangenheit soll auch der Blick in die Zukunft gewagt werden: Wie möchten wir in Zukunft in unserem Kiez zusammenleben? Was muss sich ändern und was kann selbst dafür getan werden, um einer solchen Utopie näher zu kommen?

Besonders interessierte „jugendliche Expert:innen” können dann in den Videoserien ihre Perspektive einbringen und eigene Ideen realisieren. In der Vergangenheit haben wir schon ein paar Videoserien „nebenbei“ produziert, ab dem folgenden Jahr wollen wir uns voll darauf konzentrieren. Auf Youtube kannst Du unser Video „Beste Shawarma in Berlin?!“ anschauen, das vom Visuellen eine Orientierung für die Zukunft liefert. Insgesamt sind wir hier aber sehr offen für neue Ideen.

Wir sind vor allem auf Instagram aktiv, wo wir möglichst durchlaufend unsere Projektaktivitäten darstellen. Gegen Ende des Jahres werden dann die gesammelten Ergebnisse in einer eigenen Ausstellung präsentiert.

Wer sind wir?

kiez:story ist ein Projekt von ufuq.de, einem Verein, der sich in der politischen Bildung und Prävention verortet. Das Projekt wird in Kooperation mit medialepfade.org konzipiert und umgesetzt.
medialepfade.org kommen aus dem Bereich der Medienpädagogik und versuchen, neue mediale Pfade des Lernens und der Beteiligung in einer digitalen Gesellschaft zu begehen. Beide Vereine haben ihr Büro in Kreuzberg, die Anstellung erfolgt bei medialepfade.org

Was ist deine Hauptaufgabe

  • Unterstützung der Konzeption und technische Umsetzung der Videoserien
  • Organisatorische Unterstützung im Tagesgeschäft

Was könntest Du optimalerweise noch übernehmen

  • Contentcreation und Unterhaltung des Instagram-Kanals
  • Fotografische Projektdokumentation
  • Kleine Bildbearbeitungsaufgaben

Das ist dein Profil

  • Du studierst Medien/Film, Medienkunst, Design, Mediendesign oder vergleichbare Studiengänge oder Du hast vorzeigbare Erfahrung im entsprechenden Bereich und bist im kommenden Jahr immatrikuliert
  • Du begeisterst dich für jugendkulturelle Themen
  • Du hast schon selbst Videoproduktionen in Social-Media-Formaten umgesetzt (z.B. Musikvideos, Reels, Interviews) und kennst alle Stationen bis zum Veröffentlichen des Videos
  • Optimalerweise hast Du Kenntnisse mit DaVinci oder (besser) Premiere Pro
  • Du arbeitest gerne im Team, bist konfliktfähig und hast eine eigenständige Arbeitsweise
  • Du bringst Flexibilität mit und kannst Dir vorstellen, auch Mal für einen Dreh am Wochenende zu arbeiten
  • Und was uns besonders freuen würde (aber nicht sein muss): Du hast einen ganz besonderen Bezug zu Berlin und wir können über deine Netzwerke auch „Jugendliche Expert:innen“ erreichen

Was bieten wir?

  • Einen Quereinstieg in die politische (Medien-)Bildung bei einem anerkannten Verein und in einem innovativen Modellprojekt
  • Eine Vergütung als Studentische Hilfskraft bei 20 Stunden Wochenarbeitszeit (928,87 € Brutto)
  • Arbeitszeiten in Abstimmung mit Deinem Vorlesungsplan und die Möglichkeit, an einem Tag in der Woche (bei i.d.R. drei Arbeitstagen) von zuhause aus zu arbeiten
  • Professioneller Schnittplatz mit Webvideo-Studio und Technik zum ausprobieren und lernen
  • Eine langfristige Perspektive in einem spannenden und sinnhaften Projekt, das vorbehaltlich der Förderung für zwei Jahre bis zum 31.12.2024 läuft
  • Und ein nettes Team, das dir den Einstieg so einfach wie möglich macht!

Klingt die Stelle spannend freuen wir uns auf deine Bewerbung bevorzugt per E-Mail bis zum 31.10.2022 und im CC. Schick uns dabei einen Lebenslauf, ein paar Arbeitsproben von selbst umgesetzten Videoprojekten und anstelle eines Motivationsschreibens ein (wirklich) kurzes Video (max. 3 Minuten), wieso Du die richtige Person für den Job bist. Dabei geht es uns darum, einen Eindruck von Dir als Person zu bekommen, das ist keine Arbeitsprobe zu deinen Videoschnitt-Skills. Du musst auf dem Video nicht sichtbar sein.

Rückfragen gehen ebenso an die beiden genannten Mailadressen.

Ausdrücklich erwünscht sind Bewerbungen von BPoC, LGBTIQ*Personen sowie von Bewerber*innen mit Flucht- oder familiärer Migrationsgeschichte. Wir bitten auf Angaben wie Alter, Familienstand
sowie Bewerbungsfotos zu verzichten.

kiez:story wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und die Robert Bosch Stiftung GmbH gefördert.

Medienbildung