EPUP “Bewegtbildung denken” erschienen

EPUP “Bewegtbildung denken” erschienen

Medienbildung
Das EPUB „Bewegtbildung denken – Beiträge zu Webvideo und politischer Bildung im Social Web“ ist erschienen. Acht Beiträge diskutieren medienpädagogische und politisch-bildnerische Ansätze mit Webvideo und ordnen aktuelle Debatten im dynamischen Arbeitsfeld ein.

Ziel der Publikation „Bewegtbildung denken“ ist es zwei Bereiche stärker zusammen zu bringen – Webvideo (Bewegtbild) und politische Bildung – und deren Verhältnis näher zu bestimmen. Eine Notwendigkeit hierzu begründet sich aus dem veränderten Mediennutzungsverhalten junger Menschen, die audiovisuelle Medien im Netz immer mehr als bevorzugten Zugang zu Information, Wissenserwerb und zur Meinungsbildung nutzen. Zunehmende Polarisierungen demokratischer Diskurse und Phänomene wie „hate speech“ und „Fake News“ sind Herausforderungen, die mit Blick auf die Bildungsarbeit mit Webvideo im EPUB reflektiert werden. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Bereich der Kommentarkommunikation im Social Web zu.

Die Beiträge sind unter Beteiligung interdisziplinärer Perspektiven innerhalb und außerhalb des Netzwerkes bewegtbildung.net entstanden und verbinden Ansätze aus Forschung und Praxis.

Die Publikation ist hier kostenlos als EPUB und PDF, oder über das Netzwerk bewegtbildung.net und auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung/ bpb unter folgendem Link https://www.bpb.de/shop/buecher/einzelpublikationen/291111/bewegtbildung-denken-beitraege-zu-webvideo-und-politischer-bildung-im-social-web abrufbar.

Über das Netzwerk:

Das Netzwerk bewegtbildung.net ist eine Kooperation der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und von mediale pfade.org – Verein für Medienbildung e.V. unter Beteiligung zahlreicher Institutionen und Fachkräfte und seit 2015 aktiv. Ziel ist es Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Wissenschaft, Bildung und politischer Bildung, Medienpädagogik, Social Web und Webvideo zusammen zu bringen und das Medium Webvideo politisch-bildnerisch und medienpädagogischen zu begleiten.

 

DOIT online Pilot für alle im Alter zwischen 14 und 16 Jahren

ePartizipation Medienbildung Mobiles Lernen open education

medialepfade.org ist mit dem FUTURE MONSTER LAB am EU Projekt DOIT Entrepreneurial skills for young social innovators in an open digital world beteiligt. Europaweit führen Projektpartner*innen Workshops rund um Making zu gesellschaftsrelevanten Fragestellungen durch.

Da das Projekt vor allem auch auf den Austausch von Wissen setzt, gibt es in Kürze einen ersten Online Pilot! Über 4 Wochen hinweg wird zum Thema „living together“ an Ideen, Prototypen und Lösungen für ein besseres Zusammenleben gearbeitet. Die Aktion untergliedert sich in wöchentliche Inputs und den Austausch über das Thema und die vorgestellten Materialien, sowie Projekte und Ideen. Die Teilnahme erfordert keine Anmeldung – die Links zu den entsprechenden Materialen und dem Chat sind in kürze hier zu finden.

Die Struktur des „Online Kurses“ sieht folgendermaßen aus:

  • Montag, 9:00 Uhr – Input
  • Dienstags, 15:30 Uhr – live Chat
  • Donnerstag, 13:30 Uhr – live Chat
  • Freitag – zusätzliche Inputs

Der „Online Kurs“ ist vor allem zum Austausch gedacht. Und bietet Möglichkeiten eigene Ideen und Projekte einzubringen und vorzustellen.

Die Bezeichnung der Aktion deutet bereits darauf hin, es handelt sich um einen Pilot. Daher freut sich das Team, welches den Pilot durchführt, auch über Feedback um das Angebot zu adaptieren und den Wünschen der Zielgruppe anzupassen.

Einige Fragen sind in den FAQs gesammelt. Betreut wird der Online Pilot von den Kolleg*innen aus Salzburg. Bei Fragen kann man sich an action@DOIT-Europe.net wenden.

Eine weitere Ressource die im Rahmen des Projekts entsteht ist die DOIT TOOLBOX. Hier sind erprobte Methoden und Tools aus den Projekten gesammelt. Es gibt die Möglichkeit die Sammlung nach Zielgruppe (6-10, 11+, facilitator) oder Themen zu filtern.

Hebocon – ein zeitgemässes Format der Medienbildung rund um Robotik

Hebocon – ein zeitgemässes Format der Medienbildung rund um Robotik

Medienbildung open education

Was ist eine Hebocon?
Eine Hebocon ist ein Sumo-Ringer-Wettbewerb für selbstgebaute Low-Tech-Roboter. Dabei siegt aber nicht unbedingt der stärkste Roboter, im Gegenteil gibt es sogar Punktabzug für technische Perfektion. Im Vordergrund stehen der Spaß beim Roboterbasteln und die chaotische Unvorhersehbarkeit jedes Kampfes. Damit ist die Hebocon ein tolles Format für die Medienbildung, fördert sie doch einen respektlosen, spielerischen Umgang mit Technologie, DIY und eine zeitgemäßen, handlungsorientierten Zugang.

Was braucht man für eine Hebocon?

  • Lötkolben
  • Heißklebepistolen
  • Diverses Werkzeug (Zangen, Scheren, Schraubendreher,…)
  • Verschiedener Elektroschrott zum Bauen
  • Bastelmaterial (Verpackungsmaterial, Dosen, alte Tastaturen, ….)
  • Motoren; entweder aus alten Geräten oder neu (wichtig ist darauf zu achten, dass es Motoren sind, die keine Ansteuerung durch einen Microcontroller brauchen und die entsprechende Stromversorgungen vorhanden sind)
  • Batterien oder Netzteile für die entsprechende Versorgung der Motoren
  • 100×50 Brett als Kampfarena
  • Waage (für Fliegengewichte eignet es sich gut, eine Briefwaage zu haben)

Was man sonst noch brauchen kann:
Es hat sich bewährt, zumindest ein einfaches Kamera-Setup zu verwenden. Vor allem, wenn es schwer abzuschätzen ist, wie viele Personen am Kampf teilnehmen und wie viele Zuseher*innen zu erwarten sind. Eine Projektion des Top-Shots auf eine Leinwand ermöglicht es allen, das Treiben in der Arena zu sehen. Hat man mehr Ressourcen, ist es natürlich auch möglich, mit mehreren Kameras aus verschiedenen Perspektiven zu arbeiten, um hautnah am Geschehen zu sein.

Welche Rollen gibt es?

  • Bauunterstützung
  • Moderation für den Kampf
  • Schiedsrichter für den Kampf
  • Technischen Support beim Kampf
  • Gegebenenfalls Kamera, Bildmischer

Das Hebocon Prinzip:
Die Teilnehmenden bauen Roboter, wobei der Phantasie dabei keine Grenzen gesetzt sind. Es gibt nur ein paar Regeln die zu beachten sind. Bei der Hebocon geht es um ein Wettbewerbs-Format, bei dem vor allem der Spaß im Vordergrund steht. Die Bezeichnung stammt vom japanischen Wort “heboi” und bezeichnet etwas, das von geringer Qualität ist oder mangelhaft. Manche Roboter werden sich vermutlich nicht auf die direkteste und einfachste Art und Weise fortbewegen, möglicherweise gehen sie auch während des Kampfes kaputt. Sie mögen aus technischer Sicht fehlerhaft wirken, doch im Rahmen einer Hebocon kann genau das von Vorteil sein und ein Erfolg wird umso mehr gefeiert. Für die Teilnehmer*innen an einer Hebocon bedeutet das, dass sie keine besonderen Vorkenntnisse benötigen. Das Kampfprinzip ermöglicht somit die Freiheit, die technische Perfektion in den Hintergrund rücken zu lassen. Das lustvolle Tun und kreative Schaffen steht im Vordergrund.

Die Regeln:
Es gibt zwar ein offizielles Regelwerk der Erfinder*innen der Hebocon, dennoch ist es möglich, diese an die Rahmenbedingungen anzupassen. (Die Standardregeln findet man zum Beispiel hier.) So kann die Größe des Ringes angepasst werden oder auch die Länge der einzelnen Runden, je nach Anzahl der Teilnehmer*innen. Die maximale Größe des Roboters lässt den Verbrauch an Baumaterial etwas besser einschätzen.

  • die Größe des Roboters wird auf ein Maximalgewicht und eine maximale Breite und Länge begrenzt. Beispielsweise 40x40x40 und 500g
  • die Arena ist 100×50 cm groß
  • die Roboter starten von gegenüberliegenden Seiten
  • die Kämpfe werden nach dem Knock-out Prinzip abgehalten
  • jede Runde ist zeitlich begrenzt
  • verloren hat der Roboter der
    • den Ring zuerst verlässt
    • zuerst umfällt
    • innerhalb von einer Minute die geringste Distanz zurück legt

Kann kein*e eindeutige*r Sieger*in nach den Regeln ermittelt werden, stimmt das Publikum ab. Punkteabzug gibt es für High-Tech Dinge, wie Fernbedienungen und Steuerelemente!

Durchführung:
Der Bau kann als offenes Angebot erfolgen. Es hat sich bewährt, ein paar erfahrene Pädagog*innen oder Teamer*innen zu haben, die gegebenenfalls beim Verbau von Motoren unterstützen oder auch ein Auge auf Verletzungsgefahren bei Heißklebepistolen, Lötkolben und anderem Werkzeug haben. Für die Moderation und auch die Vorbereitung des Kampfes, ist es hilfreich, wenn jeder Roboter, sobald er fertig gebaut ist registriert wird. Er wird abgemessen, gewogen und der Name wird notiert. Für den Ablauf des Kampfes können die Kontrahenten entweder ausgelost werden, oder die Roboter werden in Gewichtsklassen eingeteilt. Die Informationen über den Roboter geben der Moderation etwas Inhalt, zum Anmoderieren der einzelnen Kämpfe. Wenn zwischen der Bauphase und dem eigentliche Wettkampf etwas Zeit liegt und die Teilnehmer*innen nochmals weggehen, ist es hilfreich, vor Kampfbeginn nochmals eine Anmeldung zu machen. So wird sichergestellt, dass Roboter die da sind, auch antreten.

Es ist empfehlenswert, die Ablaufpläne gut sichtbar auszuhängen und auch Infozettel mit dem Ablauf an alle Teilnehmenden zu geben. So wissen alle, wann sie wieder da sein müssen.

Die Kämpfe finden nach dem Knock-Out Prinzip statt. Für die Planung der einzelnen Runden kann eine Spielrunden-Matrix aus dem Sport verwendet werden.
Da vor allem der Spaß im Vordergrund steht, kann es auch mehrere Titel geben. So kann der Siegerroboter der “Bastard of the battles” sein oder es kann auch einen Preis für den Roboter geben, der sich am schüchternsten durch den Ring bewegt hat. Natürlich ist auch bei der Gestaltung des Pokals sehr viel kreativer Spielraum.

Die Moderation kann sehr viel zur Stimmung und Unterhaltung beitragen und manches Mal ist es an den Schiedsrichtern, zu entscheiden, ob einzelne Runden unentschieden sind und nochmals wiederholt werden müssen.

Inhalte:
Neben der Auseinandersetzung während dem Bauen mit der Thematik Robotik und damit ganz natürlichen Gesprächsanlässen, können auch gezielt Fragen zu verschiedensten Themen angestoßen werden:

  • Zukunft der Arbeit
  • Machine learning
  • Rolle von Mensch und Maschine
  • Zukunftsängste, werden Maschinen die Rolle von Menschen verändern?
  • IT und Technologie

Wissenswertes:
Manche Roboter treten in mehreren Runden an und andere scheiden dafür gleich aus. Da es sehr unterhaltsam ist, ihnen zuzusehen, kann die Kampfarena im Anschluss an das Finale nochmals für alle freigegeben werden, um noch freundschaftliche Kämpfe abzuhalten. Außerdem ist es gut, schon während der Bauphase eine Fläche abzukleben, die der Größe der Kampfarena entspricht, um die Roboter zu testen. Oftmals ist es nämlich gar nicht so einfach einzuschätzen, wie schnell oder langsam sich ein Roboter bewegt.

Diese Anleitung ist unter CC-BY medialepfade.org veröffentlicht, also frei verfügbar und weiterbearbeitbar im Sinne einer Open Educational Ressource. Gerne führen wir auch mit Ihnen und ihrer Zielgruppe Hebocons durch bzw. unterstützen bei der Konzeption!

Wie so eine Hebocon ablaufen kann, sieht man zum Beispiel anhand dieses Videos. Diese Hebocon wurde während des 35. Chaos Communication Congress in Leipzig 2018 von uns mit Jugend hackt durchgeführt:

FUTURE MONSTER LAB  in den Winterferien!

FUTURE MONSTER LAB in den Winterferien!

Medienbildung open education

In den Berliner Winterferien (05.02. – 08.02.2019) laden wir bis zu 25 Kids zu einem Workshop in unser digitales FUTURE MONSTER LAB ein. Wer Lust zum Basteln, Tüfteln und Entwickeln hat.

Die Anmeldung ist geschlossen – wir freuen uns auf weitere MONSTER LABS in der Zukunft! 
Continue reading

Danke für ein tolles 2018!

Danke für ein tolles 2018!

ePartizipation Games Medienbildung Medienkunst Mobiles Lernen Online-Journalismus open education Über uns web-video

Liebe Partner*innen, liebe Kund*innen, liebe Unterstützer*innen,
das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir möchten die Gelegenheit nutzen, Ihnen in einem Zahlen-Fakten-Check einen Überblick über unsere Projekte in 2018 und einen Ausblick für 2019 zu geben. Wir möchten uns bei Ihnen für die Zusammenarbeit und Unterstützung bedanken, wünschen Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Open Education
Im Zuge unseres DO IT Europe -Pilotworkshops im FEZ Berlin bauten 25 Kinder innerhalb von 5 Tagen 6 Zukunftsmonster – aus Elektroschrott, LEDs und Müll. Für Februar 2019 ist ein weiteres FUTURE MONSTER LAB zusammen mit dem mezen Pankow und eine Mini-Monster-Hebocon im Rahmen der Pixelwelten im FEZ geplant.
Jugend hackt 2018 bedeutete Events in 8 Städten, 2 Ländern, 1 deutsch-türkischer Jugend-Austausch, 89 Projekte, etwa 400 Jugendliche.

Continue reading